Beiheft LIFEBIKE:

von Dr. med. Ludwig V. Geiger

Du musst Dich wieder mehr bewegen!
Wie oft haben Sie diesen Satz von Ihrem Arzt, Ihrer Familie oder Ihren Freunden gehört? Aber so leicht ist das nicht, wenn man beispielsweise Übergewicht, Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Arthrosen hat oder bloß älter geworden ist.

Genau für diese Fälle und noch viele mehr haben wir Ihr LifeBike gebaut. Lesen Sie bitte weiter. Ihr
Dr. Ludwig V. Geiger

Allgemeines:
Als vor über 20 Jahren die ersten E-Bikes auf den Markt kamen, traute ihnen keiner mehr als eine Nischenrolle in der Welt des Radsports zu. Heute füllen sie ein riesiges Segment, ohne dem Normalradbereich Kunden zu entführen. Im Gegenteil, die Zahl der Radsportbegeisterten konnte sogar um neue Zielgruppen erweitert werden.

Dabei ergibt sich ein buntes Anwender-Spektrum:

  • Radsportbegeisterte mit ambitionierten Zielen, z. B. Ultraziele in konditionell inhomogenen Gruppen
  • Neuanfänger in höherem Alter, z. B. Steigerung der Lebensfreude bei der Entdeckung neuer Landschaften
  • Gelegenheitsradfahrer mit Spaß am eigenen Belastungsgefühl
  • Familienfahrer mit einer ausgleichenden Chance der konditionsschwächeren Teilnehmer
  • Extremkletterer auf dem Weg zu einer reduzierten muskulären Vorbelastung

vor allem aber:

  • Gesundheitssportler
    Gerade für diese Gruppe handelt es sich beim LifeBike um ein nahezu ideales Trainingsgerät, sowohl im prophylaktischen wie therapeutischen Sinn.

Die Zielgruppen sind Menschen mit

  • Übergewicht (BMI: 25-29,9) oder
  • Fettsucht (BMI: >30)
    BMI = Body Mass Index = Körpergewicht (kg)/Körpergröße (m)2

  • Stoffwechselstörungen
    Fettstoffwechsel (Hyperlipoproteinämie)
    Zuckerstoffwechsel (Diabetes mellitus)

  • Herz-Kreislauferkrankungen
    Koronare Herzerkrankung in stabilem Zustand
    Herzrhythmusstörungen
    Bluthochdruck
    Arterielle und venöse Durchblutungsstörungen der Beingefäße

  • Arthrosen
    Hüft-, Knie- und Sprunggelenksarthrosen
    Prothesen: Hüftgelenk, Kniegelenk
    Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen

  • Psychische und psychosomatische Erkrankungen
    Angsterkrankungen
    Depressionen
    Fibromyalgie

  • Psychosoziale Erkrankungen
    Vereinsamung

LifeBike-Training bei Stoffwechselerkrankungen:
Um ein Übergewicht, eine ungünstige Blutfettkonstellation und den Blutzuckerhaushalt positiv zu beeinflussen, ist ein ruhiges, eher langsames Ausdauertraining mit einem hohen Umfang, nahezu ideal.

Die Intensität sollte, gerechnet am Puls (Herzfrequenz) bei etwa 160-180 minus Lebensalter liegen. Alternativ: ruhige, vertiefte Atmung (Sauerstoffatmung), Sprechen sollte noch möglich sein.

Die Trainingsdauer pro Einheit ist mit wenigstens 40-45 min anzusetzen, darf natürlich auch länger sein, um die Effekte zu verstärken.

Die Trainingshäufigkeit ist bei 3-4 Tage pro Woche festzulegen (z. B. jeden 2. Tag).

Natürlich ist auch auf eine entsprechend fett- und zuckerreduzierte Ernährung zu achten. Dabei sollte immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gerade auch während der Belastung gesorgt werden (alle 15 min trinken). Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr erkennt man am hellen Urin.

Unter diesen Maßnahmen ist nach 2-3 Monaten eine Gewichtsabnahme, eine verbesserte Blutfettkonstellation und ein effektiver Zuckerhaushalt zu erwarten. Ärztliche Kontrollen sind empfehlenswert.

LifeBike-Training bei HerzKreislauferkrankungen:
Hier stellt die hausärztliche und/oder fachärztliche Voruntersuchung der Sporttauglichkeit eine wichtige Voraussetzung dar, um Risiken auszuschließen!

Sollte diese Voraussetzung erfüllt sein, empfiehlt sich folgendes Trainingsregime:

Die Intensität des Trainings sollte leichten Fahrtspielcharakter (keine Intervalle) haben, d.h. sich je nach Streckenprofil zwischen kürzeren intensiven und längeren extensiven Reizen bewegen, z.B. 170-Lebensalter bis 200-Lebensalter.

Die Trainingsdauer ist hier mit wenigstens 30 min, besser 60 min anzusetzen.

Die Trainingshäufigkeit sollte 2-3-mal pro Woche betragen.

Sollte man sich unter dieser Belastung an Tagen mit ungünstiger Witterung, Stress usw. nicht wohlfühlen, ist es jederzeit möglich die Unterstützung zu erhöhen, um eine Risikobelastung zu vermeiden.

Anmerkung: bei Vorhofflimmern ist keine sichere Belastungssteuerung über ein Herzfrequenzmessgerät möglich. Gleichfalls können Medikamente die Herzfrequenz beeinflussen. Bitte immer mit Hausarzt absprechen.

Beim Sportmediziner besteht auch die Möglichkeit, in einem sog. Laktatleistungstest die Herzfrequenz mit der Stoffwechselbelastung (Laktat) zu korrelieren, um möglichst genaue Vorgaben und Kontrollen machen zu können.

LifeBike-Training bei Arthrosen/Prothesen der unteren Extremitäten und Wirbelsäulenerkrankungen:
Das LifeBike erlaubt auch bei vorgeschädigten Gelenken (Arthrosen) oder bei bereits liegendem Gelenkersatz (Prothesen) eine gut dosierbare Belastung der hüft-, knie- und sprunggelenksführenden Muskulatur. Das Körpergewicht wird durch die radspezifische Sitzposition zusätzlich nahezu neutralisiert. Ein regelmäßiges Radtraining hilft, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten, die Reparationsvorgänge bei Knorpelschäden zu unterstützen und ungünstige Hebelbelastungen auf eine bestehende Prothesenversorgung zu vermeiden. Die Verbesserung der Muskulatur durch Radtraining schützt das Gelenk bzw. den Gelenkersatz auch bei Alltagsbelastungen. Die biomechanische Optimierung des LifeBike an das Handicap ist optimal möglich. Das LifeBike erfüllt hier alle Voraussetzungen. In speziellen Fällen, z.B. Beinlängenverkürzung, können alle notwendigen Änderungen an der Kurbel usw. von ihrem Fachhändler nach Vorgaben des behandelnden Orthopäden übernommen werden.

LifeBike-Training bei psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen:
Erfahrungsgemäß sprechen Angsterkrankungen und Depressionen gut auf Ausdauerbelastungen an und unterstützen die ärztliche Therapie. Die dadurch erreichte Lebensfreude ist nicht selten Ausgangspunkt für eine Besserung der Symptomatik.

LifeBike gegen psychosoziale Vereinsamung:
Mit dem LifeBike kann bei Vereinsamung wieder Anschluss an Gleichgesinnte (Radwandergruppe) gefunden oder auch nur der Besuch bei den nächsten Verwandten erleichtert werden.

Warum gerade ein Gesundheitstraining mit dem LifeBike?
In Zusammenarbeit mit Konrad Irlbacher dem Geschäftsführer der Raublinger Firma Corratec ist es gelungen, ein Rad zu kreieren, das all den vorher aufgezählten Anforderungen genügt.

  • Unser LifeBike verfügt über einen außerordentlich starken Elektromotor der Firma Bosch mit 250 Watt und einer Reichweite bis 100 km
  • Die Ladezeit der Lithium-Ionen-Batterie beträgt nur 3,5 Std (100%) bzw. 2 Std (80%)
  • Die völlig neue Rahmenkonstruktion ist extrem leicht und unter allen Bedingungen stabil. Es ist auch für übergewichtige Personen bis 150 kg Körpergewicht bequem und einfach zu fahren.
  • Die Gabel lässt sich auf verschiedene Fahrergewichte einstellen und hilft durch ein Qualitätsdämpfungssystem bei der Fahrkontrolle.
  • Eine 180 mm Scheibenbreme ermöglicht dem Fahrer sicher zum Stehen zu kommen. Dies gilt insbesondere bei übergewichtigen Fahrern und bergab.
  • Die Laufräder von ZZYZX Cross Attack trotzen auch den härtesten Bedingen und wurden speziell für das LifeBike mit mehr und dickeren Speichen ausgerüstet.
  • Die Verwendung eines SQ-Lab-Sattels bietet ein Höchstmaß an Sitzkomfort, auch für schwere Personen.
  • Die Griffe des gleichen Herstellers ermöglichen eine einfache und gute Kontrolle unter allen Witterungsbedingungen.


Sie sehen, wir haben uns sehr viel Mühe gegeben, Ihnen ein individuell anpassbares LifeBike anzubieten. Bitte testen sie es an unseren (lizensierten) Verkaufsstellen, sie werden überrascht sein.

Ihr Dr. Ludwig V. Geiger
Ihr Konrad Irlbacher

Literatur:
Geiger, L.V. Ausdauertraining, Copress
Geiger, L.V. Gesundheitstraining, BLV
Geiger, L.V. Kunst der Bewegung, Rosenheimer Verlag